Kuchen & Muffins

Apfel Cookies - und ein bisschen Nachhaltigkeit

Apfel Cookies - und ein bisschen Nachhaltigkeit

Wenn im Herbst die Äpfel reif werden, backe ich sehr gerne Kuchen, Muffins oder Cookies damit. Die heimischen Sorten, die direkt vor der Haustüre wachsen und zum richtigen Zeitpunkt geerntet werden, haben ein tolles Aroma und sind geschmacklich viel besser als jede Importware. Ich finde der Apfel ist so ein tolles Beispiel um zu zeigen, wie nah das Gute ist. Die Geschäfte sind voll von Äpfeln aus Südafrika oder Neuseeland - dazwischen verstecken sich dann die heimischen Produkte.

Wie geht es dir beim Einkaufen damit? Achtest du auf die Herkunft von Obst und Gemüse? Greifst du zur heimischen, regionalen Alternative, wenn es eine gibt? Mir gibt es ein gutes Gefühl, wenn ich mich für regionale Produkte entscheide. Egal welches Argument dahinter steht. Ob es die heimischen Bauern und Landwirte sind, die ich unterstützen möchte, oder die unnötigen Transporte vom anderen Ende der Welt.

79% der österreischischen Äpfel kommen aus der Steiermark - da können wir Steirer stolz drauf sein

(Quelle Statistik Austria 2019).

Österreich hat die perfekten klimatischen Bedingungen, damit Äpfel gut und ohne zu großen zusätzlichen Wassereinsatz wachsen können. Außerdem sind die Temperaturunterschiede bei uns im Herbst zwischen Tag und Nacht so optimal, dass sich die Äpfel wunderschön färben können und ein optimales Säure-Zucker Verhältnis bekommen.

Trotzdem geht der Apfelkonsum zurück. Leider entsprechen viele Äpfel auch nicht den optischen Ansprüchen für den Handel. Ich habe das Glück, dass ich Äpfel auch von meiner Verwandtschaft bekomme. So habe ich die Möglichkeit meinen Kindern zu erklären, dass braune Punkte am Apfel kein Grund sind, ihn nicht zu essen, und dass solche Makel etwas ganz Natürliches sind. 

Wusstes du, dass es sogenannte Handelsklassen gibt, um Obst und Gemüse nach seiner Beschaffenheit einzuteilen? Für Äpfel gibt es die Klasse Extra, 1, 2 und 3. Für die Zuteilung werden allerdings nur optische Merkmale herangezogen. Was hilft ein schöner Apfel,wenn er nicht schmeckt? Die Vorgabe ist trotzdem, dass darauf geachtet werden muss, dass der Apfel entlang seines gesamten Weges "perfekt" bleibt. Und in den Supermakrt schaffen es dann sogar meistens nur die Äpfel der Klasse Extra und 1. 

Noch schwieriger wird es hier sogar für die Bio Ware. Nachdem diese Äpfel noch öfter Makel auf der Schale aufweisen, ist der "Ausschuss" noch größer.

Das ist doppelt bitter, wenn man bedenkt, dass es sogar eigene Spritzmittel gibt, die dafür sorgen, dass der Apfel perfekt aussieht.

Ich möchte auch dich etwas zum Nachdenken anregen um deine Kaufentscheidungen zu überdenken. Vielleicht nimmst du dir das nächste Mal die Zeit um nachzusehen, woher dein Obst oder Gemüse kommt, das du in den Einkaufswagen packen möchtest. Vielleicht aber hast du auch die Möglichkeit Produkte direkt ab Hof zu kaufen und kannst dort auf eine hochwertige Verarbeitung vertrauen. Regionale Produkte müssen aus meiner Sicht nicht immer BIO Qualität haben. In vielen Fällen kann man herausfinden, wie produziert wird, ob Spritzmittel verwendet werden und dann die bewusste Entscheidung treffen wo man kauft. Bedenke immer, das du als Konsument die Wahl hast.

Ich kenne mittlerweile viel landwirtschaftliche Betriebe, die zwar in Bio Qualität produzieren, sich allerdings den bürokratischen Aufwand und die enormen Kosten für die Zertifizierung sparen 😀.

Schön wäre, wenn wir alle wieder etwas mehr zur "Natürlichkeit" zurückkehren. Den perfekt glänzenden, makellosen Apfel im Regal einfachmal liegen lassen und vielleicht beim nächsten Spaziergang in der Natur zum heruntergefallen Apfel unterm Obstbaum greifen.

So, jetzt hoffe ich noch, dass dir meine Cookies so gut schmecken wie uns. Zum Thema Haltbarkeit kann ich dir diesbezüglich keine Tipps geben, weil unsere immer viel zu schnell aufgegessen waren😍

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Schwierigkeit
VORBEREITUNG
10
ZUBEREITUNG
ca. 18 Min
PORTIONEN
20
ZEITAUFWAND
30 Min

Zutaten

  • 100 g Butter (zimmerwarm)
  • 110 g geriebenen Apfel
  • 1 Ei
  • 90 g Rohrohrzucker
  • 85 g Haselnüsse (oder andere)
  • 40 g Rosinen (geht auch ohne)
  • 40 g Vollkorndinkelmehl
  • 60 g helles Dinkelmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Vaniliiepulver
  • 1 Prise Salz
  • 60 g Schokostückchen

Küchenutensilien

  • Mixer oder Küchenmaschine

SO GELINGT'S

  • Das Ei mit dem Zucker sehr schaumig rühren.
  • Die zimmerwarme Butter dazugeben und weiterrühren.
  • Nun die restlichen Zutaten mit einem Kochlöffel untermischen und gut durchrühren.
  • Den Backofen auf 170°C Heißluft vorheizen.
  • Mit einem Löffel ca. 20 Teiportionen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech setzen.
  • Die Cookies ca. 18 Minuten backen (je nach Backofen kann das variieren), bis sie eine schöne goldgelbe Farbe haben.
  • Nach dem Backen gut auskühlen lassen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Verena's Tipps

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