Küche & Einkauf

Lebensmittel richtig lagern – wie Vorratshaltung funktioniert

Ich freue mich, dass du zu mir auf den Blog gefunden hast, und dass auch du Lust hast, öfter wieder zum Kochlöffel zu greifen.

Vielleicht bist du es bisher nicht gewohnt mehr Frischware im Haus zu haben und bist unsicher bezüglich der Lagerung und Haltbarkeit.  Ich möchte dir dabei helfen.

Lebensmittel sind so wertvoll, wir dürfen sie nicht verschwenden.Gerade wenn du regelmäßig selbst und frisch kochst, wirst du merken, dass sich die Menge an den verschiedensten Produkten bei dir zu Hause erhöht. Da ist es jetzt besonders wichtig den Überblick zu behalten und dafür zu sorgen, dass diese gut geplant verkocht werden oder entsprechend gelagert werden, um den Verderb zu verhindern. Außerdem hilft dir deine Vorratshaltung über den schnellen Hunger hinweg und durch ungeplant stressige Tage. Auch wenn du größere Mengen vorkochst – was ich immer empfehle – solltest du den Überblick im Gefrierschrank nicht verlieren. Schließlich hängt sowohl deine Geldbörse dran, als auch die Umwelt, die wir schützen wollen.

Lebensmittel richtig lagern – wie Vorratshaltung funktioniert

WARUM LEBENSMITTEL VERDERBEN

Lebensmittel verderben meistens durch Bakterien, Hefe- oder Schimmelpilze. In dem zu viel Feuchtigkeit, Wärme, Licht oder Sauerstoff zu den Lebensmitteln kommt, könne diese entstehen oder dort überleben. Deshalb ist es wichtig, dass du deine Lebensmittel richtig lagerst. Keime und Bakterien können nämlich auch giftig für dich sein. Lass dich davon aber nicht abschrecken, mit meinen Tipps und Tricks gelingt dir eine sichere Vorratshaltung.

WAS WIRD IM KÜHLSCHRANK GELAGERT

In deinen Kühlschrank sollte grundsätzlich alles, was zu den Frischwaren gehört. Dazu gehören Milch, Joghurt, Käse, Fleisch & Fisch, Wurstwaren, Eier, Butter, Gemüse & Obst, geöffnete Säfte, offene Marmeladen und Saucen.

Dein Kühlschrank hat verschiedene Zonen, ganz unten ist es immer am kühlsten. Daher sollte Fleisch immer auf der kalten Glasplatte über dem Gemüse gelagert werden, oder in einer eigenen Lade noch weiter unten. Denke daran, Fleisch und Wurstwaren auch immer in einen geeigneten, verschließbare (Glas-) Behälter zu geben, damit sie den Geruch der anderen Lebensmittel nicht annehmen. In der Türe ganz oben ist es am wärmsten, dort kannst du deine Butter lagern, damit sie streichfähig bleibt.

Ein Tipp noch von mir: wickle Spargel, Rhabarber, Frühlingszwiebeln oder Brokkoli in ein feuchtes Geschirrtuch bevor du sie in die Gemüselade gibst. Sie trocknen dann nicht so leicht aus und bleiben länger frisch.

WAS WIRD NICHT IM KÜHLSCHRANK GELAGERT?

Auch wenn du dir vielleicht jetzt denkst, alles in den Kühlschrank zu packen, damit es möglichst lange frisch bleibt, gibt es durchaus Lebensmittel, denen die Kälte nicht gut tut.

Du solltest folgende Lebensmittel immer bei Raumtemperatur lagern:

  • Tomaten - verlieren den Geschmack im Kühlschrank
  • Bananen - bekommen braune Flecken
  • Marillen - verlieren auch den Geschmack
  • Brot - trocknet aus
  • Honig - kristallisiert
  • Olivenöl - wird fest, und bei Zimmertemperatur wieder flüssig und ist dann normal wieder verwendbar
  • Zwiebeln - faulen durch die Feuchte im Kühlschrank
  • Kartoffeln - siehe im Detail weiter unten


Achtung: Es gibt Obstsorten zb. Äpfel, die das Reifungsgas Ethylen ausschütten. Alles was du neben diese lagerst, reift schneller nach. Dasselbe gilt für Tomaten. Nachteilig wirkt sich das auf Bananen aus, du solltest daher nie Äpfel und Bananen direkt nebeneinander im Obstkorb lagern, sie werden viel schneller braun. Ich nutze diesen Effekt aber sehr oft für meine Kiwis oder Pfirsiche. Da diese meistens stein hart sind, wenn man sie im Supermarkt kauft, lege ich sie neben die Äpfel und ein paar Tage später sind sie schön reif.

WIE LAGERT MAN KARTOFFELN

Kartoffeln hab ich so gut wie immer vorrätig zu Hause. Ich habe aber schon festgestellt, dass es gar nicht so einfach ist, sie optimal zu lagern. Sie sollen ja weder runzelig werden noch Triebe bekommen. Merke dir gleich mal eines – sie mögen keine Wärme und kein Licht.

Kartoffeln sollten aber auch nicht im Kühlschrank gelagert werden. Das ist ihnen wieder zu kalt. Durch die Kälte verwandelt sich die Stärke der Kartoffel in Zucker und sie wird süß. Ca. 10 Grad sagt man sind optimal (dann kann man sie angeblich sogar den ganzen Winter über bis in den Frühling lagern – ich habe das aber noch nie ausprobiert).

Hat die Kartoffel zu hell und zu warm, dann beginnt sie auszutreiben. Abgesehen davon, dass die kleinen Triebe der Kartoffel wichtige Nährstoffe entziehen, die wir eigentlich mitessen wollen, bildet sich gleichzeitig auch Solanin. Das ist grundsätzlich in höherer Konzentration giftig. Man sagt aber, dass man die Kartoffel noch essen kann, so lange die Triebe nicht länger als ca. 1 cm sind. Dann sollten diese und die grünen Stellen, die sich drum herum bilden großzügig entfernt werden. Kartoffeln die schon richtig lange Triebe haben (sind ja dann auch schon oft runzelig und daher ohne Nährstoffe) solltest du auf jeden Fall wegwerfen.

Solanin hat den Vorteil, dass es ins Kochwasser über geht, daher das Kochwasser dann immer wegschütten.

DIE SACHE MIT DEM HALTBARKEITSDATUM

Meine erste große Bitte – egal um welches Lebensmittel es sich handelt, entscheide bitte auf Grund des Aussehens, der Konsistenz, des Geruchs oder auf Grund des (schlechten) Geschmacks ob du ein Lebensmittel entsorgst. Mach es nie abhängig vom Datum, dass auf die Verpackung gedruckt wurde.

Grundsätzlich unterscheidet man beim Thema Haltbarkeitsdatum ein „Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)“ und ein „zu verbrauchen bis“.

Ein Mindesthaltbarkeitsdatum müssen in der EU alle Lebensmittel aufweisen. Das garantiert einfach, dass die Produkte bis zu diesem Datum exakt gleich bleiben. Aber viele Lebensmittel, auch Frischwaren, halten viel, viel Länger, beispielsweise Joghurt oder Sauerrahm (ungeöffnet natürlich). Über Reis, Nudeln oder andere Trockenwaren brauchen wir gar nicht reden.

Bei Lebensmitteln mit „zu verbrauchen bis“ solltest du schon eher wachsam sein. Das steht meistens auf Fleisch, Aufstrichen, Fisch oder frischen abgepackten Salaten drauf. Ist das Datum überschritten dürfen sie nicht mehr verkauft werden, und sollten eigentlich nicht mehr gegessen werden. Mach auch hier die Geruchsprobe – 1 oder 2 Tage drüber sind manchmal kein Problem.

TROCKENE LEBENSMITTEL RICHTIG LAGERN

Reis, Nudeln, Zucker, Kaffee, Tee, Konserven, Gewürze, Getreide oder Süßigkeiten lagerst du am besten trocken und dunkel bei Raumtemperatur im Vorratsschrank. Für Mehl empfehle ich dir, dieses aus dem Papier raus in eine fest verschraubbare, trockene Dose oder ein Glas zu füllen. Bei Mehl besteht die Gefahr, dass es schimmelt, wenn es zu feucht bekommt, oder das sich Mehlwürmer bilden. Es ist so ca. 3 – 6 Monate haltbar. Vollkornmehl sollte immer rascher verbraucht werden, da es den ganzen Keim enthält. Es wird dadurch schon oft nach 3 – 4 Wochen ranzig. Mach einfach die Geruchsprobe, du wirst merken, wenn es nicht mehr gut riecht.

Vergiss allerdings das Ablaufdatum auf Nudeln, Couscous oder Zucker. Diese Dinge sind so gut wie ewig haltbar. Bitte wirf sie nicht einfach weg, nur weil das Datum überschritten ist.

Gewöhne dir aber bei Trockenware trotzdem an, immer die ältere Packung zu erst aufzubrauchen und eventuell beschädigte Dosen auszusortieren. Sortiere dir deine Vorratschränke gleich entsprechend übersichtlich.

EIN HOCH AUF MEINEN GEFRIERSCHRANK

Schon vor vielen Jahren habe ich mir einen Gefrierschrank mit 6 großen Laden angeschafft. Ohne diesen Schrank könnte ich nicht mehr leben, dass kann ich dir sagen. Er macht mein Leben um so vieles einfacher. Nicht nur die vielen Obst- und Gemüse Tiefkühlprodukte, die ich als Vorrat darin lagere (Erdbeeren werden bei mir im Juni geerntet und auch für den Winter eingefroren). Auch vorgekochte Speisen, wie Bolognese, Eintöpfe oder Suppen lagern darin. Es gibt so viele Tage, wo es einfach zeitlich nicht passt frisch zu kochen, oder ich keine Lust habe. Dann kommen meine geliebten Vorräte zum Einsatz und ich spare mir all die Fertigprodukte aus dem Supermarkt.

Auch Fleisch, Fisch und Gebäck lagere ich darin. Viele Dinge koche ich immer gleich in größeren Mengen - Fisch kaufe ich generell im Angebot. Ich schaue also nicht nur auf mich, sondern auch auf meine Geldbörse.

Meine Empfehlung also auch für dich – wenn du Zeit und Geld (und Nerven) sparen möchtest und du Platz hast, lege dir einen Gefrierschrank zu. Die perfekte Ergänzung zum Vorratschrank.

WAS SOLLTE NICHT IN DEN GEFRIERSCHRANK

Es gibt nicht viele Dinge, die man nicht einfrieren kann. Bei diesen Lebensmitteln solltest du es aber vermeiden.

  • Kartoffeln - werden sehr matschig
  • Nudeln - werden ebenfalls matschig
  • Milchprodukte - können danach ausflocken
  • Joghurt - verliert seine Cremigkeit
  • Gelatinehaltige Produkte - Gelatine verliert die Festigkeit und wird flüssig
  • Sehr wässriges Obst und Gemüse - bekommt innerlich Eiskristalle


Für wässriges Obst und Gemüse bedenke, dass es nach dem Einfrieren nicht mehr so aussieht wie zuvor. Ich rate dir daher es vorher zu verkochen oder zu pürieren und dann einzufrieren. Beerenfrüchte sind nach dem Einfrieren immer matschig und nicht mehr so schön wie die frischen. Mir macht das nichts, ich verwende sie hauptsächlich für Smoothies, für meine Porridge oder als Basis für Marmelade.

6 GUTE GRÜNDE FÜR VORRATSHALTUNG

  • Mit der richtigen Planung und Vorratshaltung gehst du effizienter einkaufen, sparst Zeit und Geld und bist nicht von den Öffnungszeiten abhängig.
  • Deine Grundversorgung ist gesichert – schau immer, dass du Zutaten für 1 – 2 deiner (einfachen) Lieblingsgerichte zu Hause hast
  • Steht spontan Besuch vor deiner Türe, dann können dich deine Vorräte vor einer unnötigen Verlegenheit bewahren
  • Wenn du mal krank wirst, oder bei anderen unvorhersehbaren Situationen, ist der Griff in den Tiefkühlschrank Gold wert. Koche daher wenn möglich großzüger vor und friere dir immer wieder fertige Gerichte ein (Suppen, Eintöpfe, Linsenbolognese, usw…)
  • Es macht Spaß im Frühling, Sommer und Herbst saisonale Zutaten entweder direkt einzufrieren (Erdbeeren, Himbeeren, Spinat,…) und diese dann außerhalb der Saison trotzdem zu genießen
  • Stelle dir immer wieder saisonale Köstlichkeiten als Vorrat selbst her (Tomatenketchup, Gemüsebrühenpaste, Marmelade,…) Auch hier hast du dann das restliche Jahr etwas davon (vorallem im Winter) und das wichtigste dabei --- du weißt was drinnen ist!!!

Ich hoffe, es waren auch für dich ein paar hilfreiche Tipps dabei. Für eine bessere Planung deiner Woche und für weniger Lebensmittelverschwendung empfehle ich dir meinen Wochenplan und den dazugehörigen Beitrag "Clean Eating - mit Planung gelingt's".

Und wenn du noch ganz neu hier bist, dann ist vielleicht mein Beitrag "Clean Eating - Wie der Einstieg gelingt" interressant für dich.

Für deinen nächsten Einkauf nimm dir doch einfach meine "Gesunde Einkaufsliste" mit. Sie hilft dir, deinen Vorratsschrank mit wertvollen, gesunden Lebensmitteln aufzufüllen.

Und dann schau einfach rein bei meinen Rezepten, lass dich inspierieren und gib mir gerne Feedback wie es dir schmeckt. Ich freue mich auch immer über deine Rezeptbewertungen direkt am Blog!

Ich freue mich auf deinen Kommentar



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