Süsses und Desserts

Topfenknödel auf Fruchtsauce (zuckerfrei)

Topfenknödel auf Fruchtsauce (zuckerfrei)

Liebst du die Klassiker der österreichischen Küche auch so sehr wie wir? Dabei ist es wieder einmal so einfach aus zu süßen, zuckerhaltigen Speisen richtig nahrhafte Gerichte zu zaubern. Topfenknödel lassen sich ganz einfach ohne Zucker herstellen, und schmecken dann mit einer Fruchtsauce richtig lecker.  

Mit nur 4 Zutaten ist dieses Rezept so einfach und auch richtig schnell zusammengemischt. Ein bisschen rasten und schon hüpfen die Knödel ins kochende Wasser und werden richtig schön flaumig. Topfen als Basis ist sehr eiweißreich und auch die Fruchtsauce kommt ganz ohne zugesetzten Zucker - nur mit der Süße der Früchte aus. Genau so haben wir die Knödel am liebsten.

ZUCKER ERSETZEN

Ich empfehle dir ja immer wieder, nicht so wertvolle Kohlenhydrate durch wertvollere zu ersetzten. Das klappt super bei Nudeln, Brot und Reis. Wir steigen einfach auf die Vollkorn-Variante um, und können so den Nährstoffgehalt des Lebensmittels enorm erhöhen. Der Vorteil ist, dass nicht nur leere Kalorien durch den Körper wandern, sondern dein Körper sich aus der Nahrung alles nimmt was er braucht - und das ist ja ein wesentlicher Grund, warum wir Nahrung aufnehmen.

Haushaltszucker gehört ja auch zu den Kohlenhydraten. Hier ist die Sache aber etwas schwieriger. Es gibt leider keine "Vollkorn-Variante" und ich kann dir nicht sagen, verwende ab sofort diese und alles wird gut.

Haushaltszucker liefert leider immer leere Kalorien. Es ist sozusagen ein Lebensmittel, dass der Körper in dieser Form nicht braucht. Langfristig sollte daher immer dein Ziel sein, dass der Geschmackssinn neu trainiert wird, und "weniger süß" schon süß genug schmeckt. Das Tolle ist, das klappt wirklich. Unser Geschmackssinn verändert sich bereits nach ca. 2 Wochen, wenn wir "süß" reduzieren und Dinge die bisher normal süß geschmeckt haben, können plötzlich zu süß schmecken.

Um diese Geschmackssveränderung zu starten, solltest du herkömmlichen Zucker nach und nach durch natürliche Süße ersetzen. Versuche in deine Rezepte süßes, richtig reifes Obst einzubauen, oder auch zuckerfreies Apfelmus. Auch Datteln oder Bananen eignen sich perfekt um "natürlich" zu süßen. Sie alle haben den Vorteil, dass sie durch die enthaltenen Ballaststoffe einen richtigen Mehrwert liefern, und nicht nur süß schmecken. Der Körper braucht länger um sie zu verdauuen - Zucker läuft ja einfach mal so durch den Körper durch - und das beeinflusst auch den Insulinspiegel positiv. Weniger Schwankungen hier führen auch zu weniger Heißhungerattaken. 

Um deinen Geschmackssinn neu zu trainieren ist es besonders wichtig, den Konsum von Fertigprodukten zu reduzieren. Diese enthalten häufig besondere Süßungsmittel, die noch süßer schmecken als klassicher Haushaltszucker. Sie können billig hergestellt werden, und werden daher verwendet. Wir sprechen hier zum Beispiel von Glukosesirup oder Fruktosesirup (hat nichts mit dem echten Fruchtzucker im Obst zu tun). Besonders gefährlich wird es dann bei Invertzuckersirup oder Aspartam. Sie sind besonder schädlich für deinen Körper. Diese Süßstoffe generieren auch einen Geschmack, den es so in der Natur nicht gibt - den muss man sich richtig abtrainieren. 

MEINE TIPPS UM ZUCKERKONSUM ZU REDUZIEREN

Wenn auch du einen besseren Überblick über deinen Zuckerkonsum bekommen möchtest, dann kann ich dir diese Tipps geben:

  1. Fertigprodukte so gut wie möglich vermeiden und Grundnahrungsmittel, die sehr zuckerhaltig sind, selbst auf Vorrat herstellen (zum Beispiel Granola, Ketchup, Eistee, Vollkorntoastbrot, Gemüsebrühenpaste, gesunde Nutella oder zuckerfreie Marmelade)
  2. Ich koche und backe gerne mit Birkenzucker (Xylith) oder Erythrit. Diese natürlichen Zuckeralternativen können dir für den Start in ein zuckerärmeres Leben helfen. Sie haben viel weniger Kalorien, und das ist für den Anfang ja auch nicht schlecht. Kennst du schon meine Erdbeer-Skyr-Torte mit Birkenzucker - die ist richtig lecker. 
  3. Verwende so oft wie möglich natürliche Süße - auch Kokosblütenzucker schmeckt richtig lecker. Ich empfehle dir mein Bananenbrot, meine Galette oder meine Haselnusscookies
  4. Gewöhne dir an, die Zutatenliste zu lesen, wenn du Produkte kaufst, die verpackt sind. Suche in der selben Produkgruppe nach einer zuckerfreien oder zuckerarmen Alternative.
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Schwierigkeit
VORBEREITUNG
45 Min
ZUBEREITUNG
15 Min
PORTIONEN
6 - 8 Stk.
ZEITAUFWAND
1 h

Zutaten

  • 250 g Magertopfen
  • 1 Ei
  • 4 EL Vollkorngries
  • 3 EL Dinkelmehl (hell)
  • 1 Prise Salz
  • 4 - 5 EL Vollkornbrösel
  • 1 El Butter
  • etwas Staubzucker zum Bestreuen.

   

Fruchtsauce:

  • zb. 300 g Beerenobst (Erdbeeren, Himbeeren, Schwarzbeeren,....)

Küchenutensilien

  • Mixer oder Pürierstab

SO GELINGT'S

  1. Den Topfen mit dem Ei in einer Schüssel gut vermischen.
  2. Nun den Gries und das Mehl unterheben und mit einer Prise Salz würzen.
  3. Die Masse für ca. eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen und rasten lassen.
  4. In der Zwischenzeit das Obst waschen und von Stielen entfernen.
  5. Das Obst mit einem Mixer oder Pürierstab zu einer Fruchtsauce mixen.
  6. In einem großen Topf Wasser zum Kochen bringen. Einen halben TL Salz ins Wasser geben.
  7. Aus dem Topfenteig mit der Hand 6 - 8 kleine Knödel formen.
  8. Die Knödel ins kochenende Wasser geben und ca. 5 Minuten (mit Deckel) kochen lassen - das Wasser sollte leicht blubbern.
  9. In der Zwischenzeit eine Pfanne mit Öl erhitzen und die Brösel darin anrösten - darauf achten, dass sie nicht zu dunkel werden.
  10. Wenn die Knödel 5 Minuten in kochenden Wasser waren, die Herdplatte auf die niedrigste Stufe zurückschalten und die Knödel im siedenden Wasser noch weitere 10 Minuten ziehen lassen.
  11. Vor dem Servieren in der Pfanne mit den Bröseln schwenken und mit der Fruchtsauce am Teller servieren.
  12. Nach Wunsch mit etwas Staubzucker bestreuen.
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Verena's Tipps

Der Teig eignet sich auch perfekt, um daraus Topfen-Marillenknödel oder Topfen-Zwetschkenknödel zu machen.

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2 KOMMENTARE

Anita Brandstätter
16.06.2020
Sehr sehr lecker 😍
Verena von LoveToEat
Danke liebe Anita, freut mich, dass du auf meinen Blog gefunden hast:-)

liebe Grüße
Verena
Jacqueline
16.05.2020
Wieder ein spitzenmäßiges Rezept das leicht nach zu machen ist und wahnsinnig lecker schmeckt!!! Danke dir dafür!
Verena von LoveToEat
Liebe Jacqueline,

danke für deine liebe Rückmeldung, ich freu mich immer riesig, wenn euch meine Rezepte schmecken.
liebe Grüße
Verena
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